Zeitung macht Schule

Ein redaktionelles Projekt für Schüler der 8. und 9. Klassen im Verbreitungsgebiet der Passauer Neuen Presse mit ihren Lokalausgaben

Ein guter Begleiter auf dem Weg zum Erfolg
Von Gerd Brunner

Wir leben in einer Informationsgesellschaft. Noch nie zuvor wurden die Menschen jeden Tag mit so vielen Informationen aus allen Lebensbereichen zugeschüttet wie jetzt. Zeitungen und Zeitschriften, Radio und Fernsehen, Internet und Handys sorgen dafür, dass wir praktisch pausenlos mit Informationen gefüttert werden. Noch nie zuvor war es so schwierig, die Vielzahl der Informationen zu bündeln, zu sortieren und daraus auszuwählen. Nicht jede Nachricht ist wichtig, nicht jede Information ist richtig.

Sich im Strom der Nachrichtenflut zu Recht zu finden wird für junge Menschen immer wichtiger. Sie sollen lernen auszuwählen, nicht ungeprüft hinzunehmen, was an sie herangetragen wird. Sie sollen lernen, sich als kritische Bürger jene Informationen zu holen, die sie brauchen, um einmal ihren Platz in der Gesellschaft einnehmen zu können.

Deshalb engagiert sich die "Passauer Neue Presse GmbH" als Herausgeber der "Passauer Neuen Presse" und ihrer 15 Lokalausgaben bei dem Projekt "Zeitung macht Schule".

Die Zeitung wird zum Unterrichtsmaterial, das zwar auch Informationen vermittelt, aber gleichzeitig erlaubt, diese Informationen zu hinterfragen. Wie werden Nachrichten formuliert, wie werden sie ausgewählt? Warum wird welche Nachricht veröffentlicht? Welchen Wert hat diese oder jene Nachricht für welche Personengruppe in der Gesellschaft? Was - und auch wer - verbirgt sich hinter dieser Nachricht? Viele Fragen, auf die es viele Antworten gibt, die gemeinsam erarbeitet werden.

"Zeitung macht Schule" erlaubt Schülerinnen und Schülern, einmal selbst Reporter zu sein, ein Thema aufzugreifen, zu recherchieren, Fakten zu sammeln, auszuwählen, zu bewerten, sie schließlich in eine journalistische Form zu bringen: Als Nachricht oder als Bericht, als Umfrage oder als Reportage, oder - mit der eigenen Wertung - als Kommentar.

Die Ergebnisse sind oft verblüffend. Schüler sehen die Welt anders als Erwachsene, anders auch als Journalisten. Der gleiche Vorgang wird von ihnen unter einem ganz anderen Aspekt gesehen. Sie wollen Dinge wissen, an die Erwachsene oft gar nicht denken, sie fragen offener und direkter, sie haken nach, wenn sie etwas nicht verstehen - und sie schreiben so, wie sie reden.

Gleichzeitig aber lernen sie, dass eine Antwort nur bekommt, wer entsprechend fragt. Sie lernen, sich nicht mit der erstbesten Antwort zufrieden zu geben. Sie lernen, die ihnen gegebenen Informationen zu hinterfragen, sie auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen, Wichtiges vom Unwichtigen zu unterscheiden - sie lernen, kritisch zu sein.

Und nicht zuletzt: Der tägliche Umgang mit der Zeitung in der Schule fördert die Kommunikation untereinander, den Austausch von Nachrichten und Ansichten. Sehr bald erfahren die Schülerinnen und Schüler dabei, dass der Austausch von Informationen und Meinungen, der Austausch von Wissen, nicht nur den Zusammenhalt fördert, sondern auch die eigene Persönlichkeit. Mehr Wissen, das bedeutet mehr Chancen.

Mehr Chancen im Leben - das mag hochtrabend klingen, aber "Zeitung macht Schule" will und kann dazu einen Beitrag leisten. Wenn die Schülerinnen und Schüler dann später einmal erfolgreich im Leben stehen werden, dann freuen wir uns darüber. Denn dann ist wieder einmal bewiesen: Die Zeitung ist ein guter Begleiter auf dem Weg zum Erfolg!

Mehr Informationen im Internet unter
www.pnp.de/zms

Kontakt:
Susanne Williams
Produktionsredaktion
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